MANUELLE THERAPIE

In der Manuellen Therapie werden Funktionsstörungen des Bewegungssystems untersucht und behandelt. Bei Kopfschmerzen, Hexenschuss, Kiefergelenksdysfunktion ( CMD ) oder einem sog. Tennisellenbogen kann sie ebenso wie bei Bewegungseinschränkungen nach einer Verletzung helfen. Die Manuelle Therapie soll helfen, Schmerzen zu beseitigen und Bewegungsstörungen zu lindern. Hierfür überprüft der Physiotherapeut u.a. die Gelenkmechanik, Muskelfunktion und Koordination der Bewegungen bevor er die Behandlung festlegt.

Bei der Manuellen Therapie können sowohl passive Techniken als auch aktive Übungen zum Einsatz kommen. In der Behandlung mobilisiert der Therapeut eingeschränkte bzw. blockierte Gelenke durch sanfte Techniken oder stabilisiert überbewegliche, instabile Gelenke durch individuelle Übungen. Ziel der Manuellen Therapie ist es, das Zusammenspiel zwischen Gelenken, Nerven und Muskeln wieder herzustellen.

Bei Kopfschmerzen
Von den zahlreichen Kopfschmerzarten lässt sich die häufigste Form – der Spannungskopfschmerz – in vielen Fällen mit physiotherapeutischen Maßnahmen bekämpfen. Spannungskopfschmerzen sind meist dumpf-drückend und ziehen vom Nacken hoch zum Kopf. Betroffene fühlen sich oft, als sei der Kopf in einen Schraubstock gespannt.

Ursache sind vor allem Verspannungen der Muskulatur, besonders im Hals-, Nacken- und Schulterbereich. Aber auch emotionale Verspannungen, meist ausgelöst durch Stress, spielen eine große Rolle. Zudem leiden viele Menschen unter einer Fehlbelastung, die oft durch eine falsche Haltung am PC-Arbeitsplatz entsteht.

Die Physiotherapie bietet spezielle Techniken für Kopfschmerzpatienten. Ein erster Befund schließt die gesamte Wirbelsäule, den Kiefer und die Extremitäten mit ein, da sich Fehlhaltungen und -belastungen in diesen Bereichen ebenfalls auf die Halswirbelsäule auswirken. Der Physiotherapeut setzt bei Krankengymnastik oder Manueller Therapie eine gezielte Lockerung und Kräftigung der Muskulatur ein, um die Wirbelsäule zu entlasten. Auch die Mobilisation der Rücken- und Halswirbel sowie eine Koordinationsschulung können helfen. So kann der Teufelskreis aus schlechter Haltung, Belastungsdruck auf die Wirbelsäule, Verspannung der Muskulatur und Kopfschmerz durchbrochen werden.

Unterstützend wirken weitere physiotherapeutische Maßnahmen wie Wärmetherapie mit Moorpackungen, Fango, heißer Rolle oder auch eine Elektrotherapie. Sowohl auch Lasertherapie oder Radiale Stoßwelle und Kinesiotaping, Magnetfeldtherapie.


Bei Rückenschmerzen / Hexenschuss
Ein Großteil der Deutschen klagt über gelegentliche Rückenbeschwerden, bei vielen sind die Schmerzen bereits chronisch. Ob Hexenschuss, Ischias oder Bandscheibenprobleme – der wirksamste Weg, Rückenschmerzen vorzubeugen oder zu lindern ist eine gezielte und aktive Bewegung.
Beim Hexenschuss tritt der Rückenschmerz schlagartig auf, plötzlich kann man sich kaum noch bewegen. Beim Bandscheibenvorfall stehen häufig ausstrahlende Schmerzen im Vordergrund, z.B. in den gesamten Gesäßbereich bis ins Bein. Zudem können Taubheitsgefühle und Muskelschwäche in den Beinen bzw. Lähmungserscheinungen auftreten. Typische Ischias-Beschwerden sind Schmerzen, die entlang der Ischiasnerven auf der Rückseite ins Bein ziehen. Durch die Schmerzen nehmen Betroffene unweigerlich eine Schonhaltung ein. Diese führt zusätzlich zur Verspannung der Rücken- und Bauchmuskulatur, was die Schmerzen oft noch mehr verstärkt.

Um Rückenschmerzen vorzubeugen und zu behandeln ist eine kräftige Bauch-, Rücken- und Gesäßmuskulatur wichtig, die wirksam die Wirbelsäule stützt. Hierfür bieten viele Physiotherapeuten Rückenprogramme an, die zum Teil von den Krankenkassen bezuschusst werden. Bei Schmerzen kann Manuelle Therapie oder Krankengymnastik helfen. Zusätzlich sind Entspannungsübungen, Elektro- und Wärmetherapie zu empfehlen. So können z.B. Moorpackungen zusammen mit einer anschließenden Massage sehr wirkungsvoll sein. Wurden die Beschwerden gebessert, ist gerätegestützte Krankengymnastik zur Stabilisierung sinnvoll.


Bei Kiefergelenkstörungen (CMD) / Tinnitus
Kiefergelenksstörungen – auch unter dem Begriff Craniomandibuläre Dysfunktion
( CMD ) bekannt – betreffen das Kiefergelenk, die Kaumuskulatur oder angrenzendes Gewebe. Typische Zeichen für eine Kiefergelenksstörung sind häufige Kopfschmerzen, Probleme bei der Mundöffnung und beim Kauen sowie Knackgeräusche bzw. Schmerzen im Bereich des Kiefergelenks oder der Kaumuskulatur. CMD kann langfristig sogar zu Verschleißerscheinungen am Kiefergelenk führen. Nicht selten tritt die Kiefergelenksstörung zusammen mit einem Tinnitus auf, ein Oberbegriff für alle Arten von Ohr- oder Kopfgeräuschen. Die Hauptursache für Kiefergelenksstörungen ist eine Über- oder Fehlbelastung der Kaumuskulatur und Kiefergelenke, die auch zu weiteren Symptomen im Schulter-/Nackenbereich und letztendlich auch zu einem Tinnitus führen können. Zudem sind Stress, Schleudertrauma und Angewohnheiten wie übermäßiges Kaugummikauen Auslöser für eine Kiefergelenksstörung. Orthopädische Probleme, z.B. Fehlhaltungen der Halswirbelsäule können auf die Kiefergelenksstörung und den Tinnitus entscheidenden Einfluss haben. Durch Physiotherapie werden die Kiefergelenke mit der Muskulatur, die Schädel- und Gesichtsknochen sowie die Hirnnerven unter Berücksichtigung der Gesamtkörperstatik und -funktion untersucht und behandelt. So wird der Funktionszustand der betroffenen Muskeln und Kiefergelenke beeinflusst. Ziel ist die Schmerzreduktion, Besserung der Beweglichkeit, Entspannung des Gewebes und Anleitung von Eigenaktivitäten. Auch beim Tinnitus kann gezielte Physiotherapie wirksam helfen. Je nach ärztlicher Verordnung kann ein Physiotherapeut zur Behandlung Manuelle Therapie oder krankengymnastische Übungen einsetzen, um den Tinnitus zu behandeln. Die Manuelle Therapie beinhaltet unter anderem Mobilisierungstechniken der Wirbelsäule oder des Kiefergelenks sowie Entspannungsübungen für die Muskulatur im Schulter-/Nacken-Bereich. Auch eine spezielle Haltungsschulung mit Dehnung und Kräftigung der abgeschwächten oder verspannten Muskulatur kann gegen Ohrgeräusche wirksam helfen. Um die Muskelentspannung weiter zu fördern, kann zudem Wärmetherapie die Behandlung unterstützen.



Weitere Informationen zur Therapie bekommen Sie in unserer Praxis.



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